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Kita-Logo_Vielfalt-Muster_Gelb04Unsere Kindertagesstätte, die ausschließlich eine Ganztagseinrichtung ist, besteht aus zwei Bereichen: Der „Krippe“, in der sich 40 Kinder im Alter von acht Wochen bis zwei Jahren befinden, und dem „Kindergarten“, den 74 Kinder im Altern von zwei bis sechs Jahren besuchen. Dieser Bereich ist in zwei Teilbereiche nach Alter unterteilt, dem „Regenbogenland“ (2-3 Jahre) und dem „Kindergarten“ (3-6 Jahre).

Flyer der Kinderkrippe (PDF).
Flyer des Regenbogenlandes und der Riesenwiese (PDF).
Flyer des Kindergartens (PDF).

Ein vertrauensvolles Miteinander zwischen Eltern und unserem Fachpersonal ist die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Um den Eltern Rückmeldungen über den Entwicklungsverlauf ihres Kindes geben zu können, bieten wir Ihnen einmal im Kindergartenjahr beziehungsweise bei besonderen Anlässen wie Übergängen Eltern- und Informationsgespräche an.

Leitbild

Unsere Einrichtung ist das Spiegelbild einer multikulturellen Gesellschaft. So haben wir pädagogische Fachkräfte aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Kulturen, Werten, Normvorstellungen, Blickrichtungen, Einstellungen, Gefühlen und Gedanken. Die Kinder unserer Kindertagesstätte kommKita-Logo_Vielfalt-Muster_rot02en zurzeit aus vielen unterschiedlichen Ländern und haben verschiedene kulturelle und religiöse Hintergründe. Durch die multikulturelle Zusammensetzung entstehen im Alltag Chancen für Erlebnisvielfalt. So erzählen zum Beispiel ausländische Kinder und Erzieher/innen vom Leben in ihrem Heimatland, drücken Gefühle und Gedanken manchmal anders aus oder singen Lieder aus ihrer Heimat. Multikulturelle Gruppen bieten Ansätze, Kinder zu Toleranz und Akzeptanz zu erziehen, ihnen nahe zu bringen, jeden einzelnen Menschen mit seiner individuellen Persönlichkeit wertzuschätzen und ihn als Geschenk zu sehen, das auch das eigene Leben bereichern kann.

Unsere Kindertagesstätte auf dem Universitätsgelände versteht sich als ein „Lebensraum“, in dem die Kinder spielen und lernen, aber auch essen, schlafen usw. Sie sollen in der Geborgenheit der Kindertagesstätte ihr eigenes „kleines“ Leben führen lernen. Bei dem ganzheitlichen Ansatz, die Kinder körperlich, seelisch und geistig zu fördern, möchten wir ihnen – entsprechend ihrer Lernform – spielerisch die Möglichkeit geben, Sinnzusammenhänge zu erleben. Wir möchten ihnen ein Stück ihres Lebensweges gemeinsam gehen, sie schützen, begleiten, mit offenen Armen hinter ihnen stehen und ihnen genügend Zeit lassen, vielfältige Erfahrungen zu sammeln. Es ist uns besonders wichtig, dass den Kindern nicht nur innerhalb des Hauses Möglichkeiten dazu eröffnet werden, sondern auch im Außengelände, das entsprechend gestaltet wurde und täglich – auch bei schlechtem Wetter – genutzt wird. Ausgehend von der hohen Achtung vor dem Kind und seiner Individualität leben wir gemeinsam nach unseren Regeln und lassen den Kindern dabei den nötigen Spielraum, um aus Fehlern lernen zu können. Aus dieser Grundeinstellung dem Kind und seiner Persönlichkeit gegenüber orientieren wir uns bei unserer Arbeit an den Grundsätzen von Dr. Emmi Pikler. Diese sehen folgendermaßen aus:

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  • Prinzip der Selbstregulierung
  • Prinzip der Entwicklungsrhythmen
  • Prinzip der Selbständigen Beschäftigung
  • Prinzip der Aufmerksamkeit und des Interesses
  • Prinzip der Funktionslust und der Neugier
  • Prinzip der Ruhe und der Überschaubarkeit
  • Prinzip der Zeit
  • Prinzip der Beteiligung

Diese acht Prinzipien werden den jeweiligen Bereichen und den damit verbundenen unterschiedlichen Rahmenbedingungen (wie beispielsweise Räumlichkeiten, Alter und Anzahl der Kinder) individuell angepasst und dementsprechend gelebt. Die genannten Prinzipien lassen sich anhand unserer Leitsätze vereinfacht darstellen:

  • „Lass mir Zeit“
  • „Hilf mir es selbst zu tun“
  • „Erkläre mir und ich vergesse, zeig es mir und ich erinnere, lass es mich tun und ich verstehe.“ (Konfuzius)

Anhand dieser Zitate lässt sich zeigen, was uns in der Arbeit mit den Kindern wichtig ist. Wir achten und respektieren das Kind in seiner individuellen Entwicklung und machen diese zum Ausgangspunkt unserer pädagogischen Arbeit.

Die Umsetzung dieser Prinzipien innerhalb unserer täglichen Arbeit ist eins fortwährender Anpassungs-prozess, der aus einem ständigen Wechselspiel zwischen Praxis und Theorie besteht. Die Praxis unterliegt durch die gegebenen Bedingungen ständigen Veränderungen. Das bedeutet in der Umsetzung letztendlich, dass Pädagogik die Antwort auf gesellschaftliche Realitäten darstellt. Sie befindet sich immer im Wandel, ist niemals statisch, sondern gekennzeichnet durch Dynamik und Bewegung. Pädagogik bedeutet Unterwegs-Sein, neue Wege suchen und zu finden, Ziele zu überdenken, zu überprüfen, zu bearbeiten und zu aktualisieren. Für uns heißt das, die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und sie zum Ausgangspunkt unserer täglichen (Projekt-) Arbeit zu erklären. So wollen wir die Kinder spielend auf eine reizüberflutete Welt mit einer Vielzahl von komplexen Lebensrealitäten vorbereiten, in der es nötig ist, ein großes Repertoire an Handlungsstrategien zu besitzen.