Raumgestaltung

Die Raumgestaltung – vorbereitete Umgebung – basiert auf der Annahme, dass sich das Kleinstkind durch die Begleitung einer stabilen und verlässlichen Bezugsperson sein Umfeld erschließt, erlebt und „begreift“: Bewegung bedeutet Entwicklung.

Das Prinzip der vorbereiteten Umgebung zieht sich durch die ganze Einrichtung. Darunter lässt sich verstehen, dass die Räumlichkeiten entsprechend der Bedürfnisse der jeweiligen Kinder ausgestattet und vorbereitet sind. Der Raum entwickelt sich dementsprechend mit den Kindern mit. Dies beinhaltet zum einen, dass alle benötigten Verbrauchsgegenstände wie Windeln, Tee aber auch Spielsachen vor dem     Eintreffen der Kinder hergerichtet sind. Die Vorbereitung garantiert, dass die Erzieherinnen alles im ihrem unmittelbaren Umfeld bereit haben und sich voll und ganz auf die Arbeit mit dem Kind konzentrieren könnKita-Logo_Vielfalt-Muster_Gelb03en ohne Hektik und Unruhe.  Für das Kind bedeutet dies, dass es sich direkt und ungestört in sein Spielverhalten begeben kann.

Das Zimmer ist so eingerichtet, dass vielfältige Sinneserfahrungen in Verbindung mit körperlicher Aktivität gesammelt werden können. Hierbei bekommt jedes Kind den „Raum“, den es braucht, um sich sicher zu fühlen und zu orientieren, damit es sich bestmöglich entfalten kann und sich Kita-Logo_Vielfalt-Muster_blau06nicht in „zu viel Raum“ verliert. Im Spielbereich befinden sich einfachste, aus dem Alltag entnommene multifunktionale Materialien wie beispielsweise Becher, Schüsseln, Körbe, Kartons, Tücher, Decken und Kissen, die dem Kind durch unterschiedliche Beschaffenheiten und Konstruktionsmöglichkeiten ein hohes Maß an Möglichkeiten zum Experimentieren, Kombinieren und Variieren liefern. Durch das Selbst-Erkennen, „Begreifen“ und Verstehen werden Strukturen zum „Lernen lernen“ und abstrakten Denken gebildet. Im Gebiet der Mathematik werden Grundsteine in Form des Verständnisses von räumlicher Wahrnehmung, wie beispielsweise oben, unten, dahinter, davor, rund, eckig, spitz usw. gelegt.

Durch die Erweiterung der Bewegungsmöglichkeiten der Kinder im Lauf ihrer Entwicklung, werden die Gruppenräume immer mehr zu Bewegungsbaustellen, die durch Bewegungselemente auf unterschiedliche Arten zur Bewegung einladen und anregen. Während beispielsweise im Zwergenwald niedrige Podeste und Höhenunterschiede ausreichen, sind der der Räuberhöhle große Hochebenen vorhanden und in der Riesenwiese mehr Raum für unterschiedliche Bewegungskonstruktionen. Ein bedeutender Faktor bei der Raumgestaltung ist für uns eine „bedingte Verfügbarkeit“. Dies bedeutet, dass wir eine Reizüberflutung der Kita-Logo_Vielfalt-Muster_rot05Kinder vermeiden möchten. Während einige Dinge für die Kinder im Raum unmittelbar verfügbar sind, können andere Spielangebote (beispielsweise Bücher) eingefordert werden. Zudem werden die Spielsachen auch nach einem unbestimmten Zeitraum ausgetauscht, damit Interesse an Dingen geweckt werden kann. Die Reizüberflutung bezieht sich aber nicht nur auf das Spielangebot, sondern auch auf den Raumdekor. Hier gilt für uns: Weniger ist mehr.